Essen packt an!

Warm durch die Nacht - Tourbericht 18.02.2020 (Bianca)

Ich kam um kurz vor 6 an der Garage an, da war schon alles vorbereitet und bereit zum Aufbruch. Mich begrüßten Julian, Evelyn, Patricia, Micha, B., Petra, Isa und Waldemar, der leider aufgrund von Krankheit nicht mitkommen konnte, aber es sich zumindest nicht hat nehmen lassen, bei der Vorbereitung zu helfen.
Das Essen kam von Haus Reichwein Essen, es gab 3 Eimer voll mit Eintopf. Ansonsten haben Apri und Sven vor der Tour noch Hundefutter, Leckerlis und Süßwaren mitgebracht, die wir fleißig verteilen konnten. Solly kam dann noch mit Pflegeprodukten, womit wir super ausgestattet waren.

Ich schnappte mir schnell einen Bollerwagen vollgepackt mit BiFis und Kleidung und wir gingen los zu unserer ersten Station. Die BiFis kamen natürlich super an, wir konnten auch sehr viel davon verteilen, da diese bald das Mindesthaltbarkeitsdatum überschreiten würden. Sparsam war hier also ausnahmsweise

mal nicht angesagt! Die anderen Helfer versorgten alle unserer Gäste mit Eintopf, Kaffee und Tee, Hygieneartikeln und Obst sowie abgepackten Lebensmitteln, die gespendet wurden. Wir erhielten auch viele Kleidungsanfragen, die wir uns notierten, um später zu überprüfen, was wir davon wem geben konnten.

An der zweiten Station mussten Evelyn und Julian noch mal zurück zur Garage. In der Zwischenzeit wurde es unglücklicherweise ein wenig chaotisch, da es einem Bedürftigen sehr schlecht ging und ich immer wieder ein Auge auf ihn werfen musste. Der Mann war auf den Stufen der Gertrudiskirche zusammengebrochen und konnte sich nicht mehr aufraffen. Patricia musste eher gehen, weshalb wir, zwischenzeitlich nur noch zu viert, versuchen mussten, dies alles zu koordinieren. Da es dem Mann immer schlechter zu gehen schien, rief ich letztendlich einen Krankenwagen. Dieser kam auch innerhalb kürzester Zeit, doch leider waren die Sanitäter anfangs nicht besonders freundlich im Umgang mit unserem Gast. Sie schafften es zwar, ihn wach zu bekommen, allerdings bekam er aufgrund des ruppigen Umgangs Angst und wollte nicht mitgehen. Erst nachdem ich dazwischen gegangen bin, fasste er genug Vertrauen, um mit den Sanitätern mitzugehen. Nachdem diese gesehen hatten, dass es auch freundlich ging, wurden sie zum Glück ebenfalls entspannter und freundlicher.
Kurz darauf kamen auch Evelyn und Julian mit den benötigten Sachen aus der Garage zurück und die Tour konnte weiterziehen.

Am Hauptbahnhof ging es wie gewohnt weiter. Ich verließ die Gruppe zu diesem Zeitpunkt, habe mir allerdings hinterher berichten lassen, dass uns beim zurückfahren Freunde von B. geholfen haben, alles sicher zur Garage zurückzubringen. Ich finde es toll, dass unter unseren Gästen so viele hilfsbereite Menschen sind, die uns ein wenig von dem zurückgeben wollen, was wir für sie tuen! Schon öfter habe ich beobachten können, dass uns Gäste vom Anfang der Tour bis zum Ende begleiten und teilweise auch selbst mitverteilen und helfen möchten!

Zum Schluss waren wohl noch Evelyn, Julian und Micha da, die alles wieder in der Garage verstauten und das Suppenfahrrad reinigten.

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